Diese Wanderreise führt nach Umbrien, einer Region im Herzen Italiens, die mit ihrer ursprünglichen Landschaft, reichen Kultur und lebendigen Tradition begeistert. Wir kommen im historischen Städtchen Spoleto unter, das mit seiner imposanten Festung, mittelalterlichen Gassen und dem berühmten Festival dei Due Mondi einen guten Ausgangspunkt für unsere Reise darstellt.
Auf abwechslungsreichen Wanderungen entdecken wir die eindrucksvollen Naturräume Umbriens. Wir folgen der ehemaligen Bahnstrecke Spoleto–Norcia, die heute als nachhaltiger Wander- und Radweg spektakuläre Ausblicke, historische Tunnel und Viadukte mit einer artenreichen Landschaft verbindet. Zwischen Weinbergen und Olivenhainen rund um Montefalco erleben wir das renommierte Sagrantino-Anbaugebiet, wobei der Besuch eines Weinguts natürlich nicht fehlen darf. Ein weiterer Höhepunkt ist Assisi, die Geburtsstadt des heiligen Franziskus. Bei einer Wanderung über den Monte Subasio erreichen wir die Einsiedelei Eremo delle Carceri und tauchen in die Gedankenwelt des Heiligen ein, dessen enge Verbundenheit mit der Natur ihn bis heute zu einem Symbol für Umwelt- und Tierschutz macht. Ebenso beeindruckend sind die Marmore-Wasserfälle, eine außergewöhnliche Verbindung von Natur und römischer Ingenieurskunst. Wanderwege führen zu spektakulären Aussichtspunkten, bevor eine Bootsfahrt auf dem idyllischen Piediluco-See die Naturlandschaft aus einer neuen Perspektive erlebbar macht. Auch die malerischen Orte Spello und Castelluccio stehen auf dem Programm. Während Spello mit blumengeschmückten Gassen und hochwertigem Olivenöl begeistert, fasziniert die Hochebene von Castelluccio mit ihrer einzigartigen Kulturlandschaft und – je nach Jahreszeit – der berühmten Frühlingsblüte. Begegnungen mit regionalen Produzent*innen vermitteln spannende Einblicke in den biologischen Anbau von Linsen und Oliven sowie in traditionelle Herstellungsverfahren. Zum Abschluss erwartet uns ein besonderes Erlebnis im Heiligen Wald von Monteluco: Gemeinsam mit einem Trüffelbauern und seinen Hunden begeben wir uns auf Trüffelsuche und genießen anschließend ein typisch umbrisches Mittagessen auf dem Bauernhof.
Die Reise verbindet genussvolle Wanderungen mit authentischen Begegnungen, regionaler Küche und einem bewussten Blick auf Naturschutz und kulturelles Erbe. Sie richtet sich an alle, die Umbrien aktiv entdecken und dabei die Menschen, Traditionen und landschaftliche Vielfalt dieser besonderen Region intensiv erleben möchten.
Anreise: München Hbf. Mit dem Nachtzug geht es am Abend von München über Florenz oder Rom nach Spoleto mit Ankunft am Mittag des Folgetages. Die genauen Verbindungen werden noch bekanntgegeben.
Unterkunft: 4****-Hotel San Luca. Mehr Informationen finden Sie unter dem Reiter "Unterkunft/Hotel" und unter https://www.hotelsanluca.com/.
Hinweis zur Verpflegung: Die Mittagessen sind, wenn nicht anders angegeben, nicht inkludiert. Sie können sich am Vorabend oder Morgen bei einer Bäckerei oder einem Supermarkt in der Nähe etwas für ein Picknick kaufen – der Reiseleiter gibt Ihnen gern Tipps.
1. Tag: Anreise mit dem Nachtzug
Treffen gegen 19 Uhr mit der Gruppe in München am Bahnhof und gemeinsame Fahrt mit dem Nachtzug bis Florenz oder Rom (Fahrpläne stehen noch nicht fest).
2. Tag: Ankunft & Spaziergang durch Spoleto
Ankunft in Florenz oder Rom am nächsten Morgen und Weiterfahrt mit dem Regionalzug bis Spoleto. Unser Reiseleiter holt uns am Bahnhof ab und begleitet uns ins Hotel. Nach der Kofferabgabe und einem Mittagessen (Selbstzahlung) folgt ein geführter Spaziergang durch den Ort: Das von einer mächtigen Festung überragte Spoleto ist eine Kleinstadt von Weltrang. Das beschauliche Städtchen verdankt seine Berühmtheit dem 1958 ins Leben gerufenen „Festival dei Due Mondi“, welches zu den künstlerisch anspruchsvollsten Musikfestivals Italiens gehört. Die „zwei Welten“ sind Amerika und Europa, deren Kulturen sich in Form von Musik-, Ballett- und Theateraufführungen in Spoleto begegnen. Bei einem Bummel durch das Auf und Ab der mittelalterlichen Gassen lassen wir die idyllische Atmosphäre auf uns wirken. Vorbei am schönen Dom, dem Marktplatz und dem gut erhaltenen römischen Theater. Je nach Uhrzeit schaffen wir es noch bis zur Festung „Rocca Albornoz“, die im 14. Jahrhundert erbaut wurde. Von hier aus blicken wir auf die malerischen Dächer von Spoleto und die umgebende Landschaft. In den letzten Jahren haben mehrere Betriebe den Weg in Richtung biologischer Landwirtschaft, Anbau von Produkten aus lokaler Erzeugung und Förderung umweltfreundlicher Anbaumethoden eingeschlagen. Dies ist ein positives Zeichen in einer Region, in der die landwirtschaftliche Tradition stark ist und Nachhaltigkeit zunehmend als Mehrwert angesehen wird. Check-In im Hotel und Abendessen in einem Restaurant mit lokalen Gerichten, in Gehentfernung zum Hotel. (A)
3. Tag: Wanderung im Nera-Tal
Wir erobern ein Stück der 50 km langen ehemaligen Bahnstrecke, die von Spoleto nach Norcia im Osten führte. Diese wurde 1926 eingeweiht und der letzte Zug fuhr dort im Jahr 1968. Die von Tunneln und Viadukten geprägte Strecke wurde fast vollständig saniert und zu einem grünen Weg für Wander*innen und Radfahrer*innen umgestaltet, die so die herrliche Natur genießen können. Das Sanierungsprojekt der ehemaligen Eisenbahnstrecke Spoleto-Norcia ist eine wichtige Initiative für die Region Umbrien, nicht nur aus historischer Sicht, sondern auch um den nachhaltigen Tourismus zu fördern. Historische Brücken und Tunnel wurden erhalten, um so Geschichte und Natur zu verbinden. Auf unserer Wanderstrecke werden wir all diese Vielfalt bewundern können. Es erwarten uns atemberaubende Ausblicke auf das Valle Spoletano und das Valnerina-Tal mit bunten Blumen und Olivenhainen. Im Hintergrund erheben sich die Apenninen, deren felsige Gipfel eine majestätische Kulisse bieten. Ein großer Teil der Strecke führt dann durch dichte Wälder, deren Kastanien-, Eichen- und Buchenbäume uns Schatten spenden. Und spannend wird es, wenn wir mit Stirnleuchten durch die ehemaligen Eisenbahntunnel marschieren. Die genaue Strecke und damit auch die Gehzeit stehen noch nicht fest – dieser Tag ist zum Einlaufen gedacht. Abendessen in einem typischen Lokal in Spoleto. (F, A)
4. Tag: Wanderung bei Montefalco & Besuch eines biologischen Weinguts
Nach kurzer Fahrt mit einem Privatbus starten wir mit einem Spaziergang durch das historische Zentrum von Montefalco mit seinen vielen schönen Patrizierhäusern und dem antiken Kirchenkomplex des heiligen Franziskus. Der Ort wird übersetzt der „Falkenberg“ genannt, denn er liegt hoch auf dem Hügel, von dem wir in die malerische Landschaft blicken können. Und nun startet auch unsere Wanderung durch die umgebenden Weinberge und Olivenhaine. Immer wieder freuen wir uns über die herrliche Aussicht, die uns dieser Wanderweg durch das Sagrantino-Weinanbaugebiet schenkt. Die biologische Vielfalt dieser Gegend ist faszinierend: Neben Weinreben sehen wir Olivenbäume, einige jahrhundertalte Eichen und andere für diese Region typische Vegetation. Selbstverständlich werden wir diesen berühmten Wein als Belohnung am Ende der Wanderung auch kosten, aber vor allem besuchen wir ein hochinteressantes Weingut. Bei der Besitzerfamilie Filippo ist es eine Lebensphilosophie, die Umwelt zu respektieren. Sie haben ihre Leidenschaft dem Land gewidmet und bauen dort Wein und Olivenöl mit biologischen und biodynamischen Methoden an. Große Aufmerksamkeit wird all den Anbautechniken gewidmet, die eine geringere Umweltbelastung ermöglichen, wie beispielsweise den Einsatz von Pferden und Gänsen im Weinberg. Nur durch sorgfältige Arbeit im Einklang mit den Rhythmen der Natur lassen sich hochwertige Produkte (Weine, Olivenöl und Fruchtsäfte) erzielen. Abendessen zur freien Verfügung. (F)
GZ ca. 3,5 h, 14 km, ↑↓ 420 Hm
5. Tag: Auf den Spuren des Franz von Assisi…der erste Tierschützer der Geschichte
Ein Besuch der Stadt Assisi darf auf unserer Reise nicht fehlen. Aber nicht nur da sie ein Anziehungspunkt für Pilgernde aus der ganzen Welt ist, da die mittelalterliche Stadt wunderschön und perfekt restauriert ist und wertvolle Kunstwerke und romantische Gassen zu bieten hat, sondern vor allem, weil hier 1182 der Heilige Franziskus geboren wurde. Legendär ist seine Hinwendung zur Natur. Er sprach in vielen seiner Erzählungen und Predigten von der Gleichheit aller Geschöpfe: Pflanzen, Tiere und Menschen sind gleichgestellt. Deswegen gilt er als einer der ersten Tierschützer der Geschichte. An seinem Todestag, dem 4. Oktober, wird der Welttierschutztag gefeiert, und Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1980 zum Schutzherrn von Umwelt und Ökologie. Wir erreichen die Stadt mit dem Zug und begeben uns direkt auf eine Rundwanderung. Dabei geht es durch den Regionalpark Monte Subasio, in dem sich auch Eremo delle Carceri befindet, der ehemalige Rückzugsort des Franz von Assisi. Die Einsiedelei liegt auf 800 Metern Höhe und ist von einem üppigen Steineichenwald umgeben. Hier steht die legendäre, uralte Steineiche, der sogenannte „Baum der Vögel“, auf dem sich die Vögel oft niedergelassen haben sollen, um für den Heiligen zu singen und seinen Segen zu empfangen. Die Route führt uns wieder zurück nach Assisi. Mit bewusster Langsamkeit bereiten wir uns auf die Stadt vor, lassen die Farben des Steins, das Licht und die Blumen vor den Fenstern auf uns wirken. In der Innenstadt marschieren wir durch das Labyrinth der mittelalterlichen Straßen und sehen im Vorbeigehen die wichtigsten Monumente des Geburtsorts des Heiligen Franziskus. Abendessen in einem typischen Lokal in Spoleto. (F, A)
GZ ca. 4 h, 14 km, ↑↓ 470 Hm
6. Tag: Cascata delle Marmore – einer der höchsten Wasserfälle Europas
Der Wasserfall Cascata delle Marmore bei Terni ist eine technische Errungenschaft aus der Römerzeit, die durch den Bau eines Kanals geschaffen wurde, um das Wasser des Flusses Velino in den Fluss Nera umzuleiten. In den folgenden Jahrhunderten wurden Änderungen vorgenommen, die zum heutigen Aussehen mit drei Wasserfällen führten. Die Wasserkraft spielte dann eine zentrale Rolle in der lokalen industriellen Entwicklung. Heute ist das Gebiet der Marmore-Wasserfälle ein Naturschutzgebiet und gehört zum großen Schutzgebiet des Nera-Flusses. Der Park wurde aufgrund seiner ökologischen Bedeutung in das europäische Netzwerk „Natura 2000“ aufgenommen. Das Gebiet ist aber nicht nur wegen seiner landschaftlichen Schönheit, sondern auch wegen seiner reichen Artenvielfalt attraktiv. Gleich mehrere Wanderwege laden dazu ein, die Flora und Fauna zu entdecken. Große Weiden, Erlen, Steineichen und Aleppo-Kiefern klammern sich an die Kalksteinfelsen der Hänge, während die Hügel mit Steineichen, Eichen, Ahornbäumen und Buchen bewachsen sind. Inmitten üppiger Wälder fühlen sich viele Vogelarten wohl, darunter die Gebirgsschwalbe, das Rotkehlchen, der Schlangenadler und der Turmfalke. Wir werden uns heute Vormittag den Park Cascata delle Marmore ausführlich ansehen. Die Tour führt uns zu einem der spektakulärsten Aussichtspunkte des Parks mit einem atemberaubenden Blick auf den Wasserfall und die umliegende Landschaft. Dann geht es direkt zum Wasserfall, wo wir die Kraft des herabstürzenden Wassers spüren und die Aussicht aus nächster Nähe genießen können. Am Nachmittag fahren wir zum nahegelegenen Piediluco-See, der den zweiten wichtigen Ort in dieser Naturlandschaft darstellt. Auf einem kleinen Boot erkunden wir den See und sein Ökosystem und genießen das Panorama auf die umliegende Natur und den Berg Caperno, auch „Berg des Echos” genannt. Abendessen in einem typischen Lokal in Spoleto. (F, A)
GZ: ca. 4 h, 12 km, ↑↓ 350 Hm
7. Tag: Dolce far niente – Tag zur freien Verfügung
Heute haben wir uns einen Tag der Entspannung verdient. Abendessen zur freien Verfügung. (F)
8. Tag: Ostflanke des Monte Subasio & Spello, die Blumenstadt Umbriens
Den Ort Spello erreichen wir per Zug. Spello ist weit über seine Grenzen hinaus für seine blumengeschmückten Straßen bekannt, die jedes Jahr zu Fronleichnam außergewöhnliche Kunstwerke aus bunten Blütenblättern zur Schau stellen. Doch auch zu anderer Jahreszeit ist der Ort einen Besuch wert, denn er gehört zu den schönsten Dörfern Umbriens. Die Einwohner*innen dekorieren ihre Hauseingänge und Fenster das ganze Jahr über sehr liebevoll. Ein kleines Juwel an den Hängen des Monte Subasio. Zuerst marschieren wir hinauf in den Park Monte Subasio, der Lebensraum für zahlreiche Wildtiere wie Wildschweine, Rehe, Füchse und eine Vielzahl von Vögeln, darunter Steinadler und Falken, ist. Die Berglandschaft und die Vielfalt der Ökosysteme, von Nadelwäldern bis hin zu offenen Flächen in großer Höhe, bieten vielfältige Beobachtungsmöglichkeiten. Der Weg führt uns auf einem historischen Pfad, stets entlang eines antiken römischen Aquädukts, durch weitläufige Olivenhaine. Wir erreichen den kleinen Ort Collepino, der seinen ganz besonderen Charme hat. Nach der Wanderung besuchen wir die Ölmühle von Spello, wo uns der zuständige Agronom empfängt und uns mit zu seinen Olivenbäumen nimmt. Er wird uns erzählen, wie und warum gerade hier das Mikroklima, die Beschaffenheit des Bodens, die sorgfältige Pflege der Pflanzen und die traditionelle Ernte von Hand dafür sorgen, dass Spello ein hochwertiges natives Olivenöl herstellt. Natürlich dürfen wir danach das feine Olivenöl und weitere leckere Produkte verkosten. Abendessen zur freien Verfügung. (F)
GZ ca. 4 h, 12 km, ↑↓ 500 Hm
9. Tag: Hochebene von Castelluccio & Spezialitäten aus Norcia
Die Hochebene von Castelluccio ist eine karstige Schwemmebene in den Apenninen zwischen Umbrien und den Marken und erstreckt sich über eine Fläche von 15 km². Das Gebiet liegt innerhalb des Naturschutzgebiets Monti Sibillini, das zum Schutz der natürlichen Umwelt und der dort lebenden Arten sowie zur Erhaltung der lokalen Traditionen eingerichtet wurde. Das Naturschutzgebiet umfasst eine Vielzahl von Lebensräumen, von Hochgebirgswiesen bis hin zu Wäldern, und bietet zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Schutz. Die Hochebene ist berühmt für ihre Frühlingsblüte, wenn sich die Wiesen dank Blumen wie Anemonen, Mohnblumen, Wildkirschen und Kornblumen in leuchtenden Farben färben (zwischen Ende Mai und Mitte Juli). Diese Blumenvielfalt hängt auch mit traditionellen landwirtschaftlichen Praktiken zusammen, die die Landschaft im Laufe der Jahrhunderte geprägt haben. Im Schutz der Sibillini-Berge wachsen in der Hochebene beispielsweise die berühmten Linsen aus Castelluccio, die wegen ihren außergewöhnlichen organoleptischen Eigenschaften beliebt sind. Diese wertvolle Hülsenfrucht wird seit jeher auf den Karstebenen von Castelluccio in einer Höhe von etwa 1.500 Metern angebaut. Da die durchschnittliche Jahresproduktion begrenzt ist, handelt es sich um ein gefragtes Nischenprodukt. Wir fahren mit dem privaten Bus und starten unsere heutige Wanderung direkt in der Ebene, die hoffentlich schon in bunter Blüte steht, um von dort hinauf in das kleine Dorf Castelluccio zu wandern, das schon von den Römern bewohnt war. Nach dieser schönen Wanderung werden wir einen Linsenanbauer kennenlernen, der uns seine biologische und umweltfreundliche Anbaumethode näherbringt. Dabei handelt es sich um die seit der Antike verwendete Methode, die ausschließlich auf organischer Düngung basiert. Wir erhalten ein kleines Mittagessen mit örtlichen Gerichten und kosten so die berühmten Linsen. Auf dem Rückweg geht die kulinarische Entdeckung weiter, denn wir machen einen Stopp in Norcia. Die kleine umbrische Stadt erholt sich langsam wieder nach dem Erdbeben 2016. Ein bedeutender Schritt war die Wiedereröffnung der Basilika San Benedetto im Oktober 2025, die als Hoffnungsschimmer und Zeichen des Aufschwungs für die Stadt gilt. Der Wiederaufbauprozess beinhaltet die Stabilisierung des Bodens und erdbebensichere Bauweisen, um die Stadt für zukünftige Ereignisse besser zu schützen. Das historische Zentrum ist wieder für Gäste geöffnet. Besonders aber interessieren uns heute die von dort stammenden berühmten Wurstwaren und der schmackhafte Käse. Schon alleine der Duft in der Norceria lässt uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Abendessen zur freien Verfügung. (F, M)
GZ ca. 3 h, 8 km, ↑↓ 200 Hm
10. Tag: Zu Gast bei Pietro Bartoli und Trüffelgenuss
Für den letzten Tag haben wir ein besonderes Highlight vorbereitet. Der Bus bringt uns bis nach Monteluco, wo sich noch heute eine Einsiedelei befindet sowie ein Heiliger Wald. Wir durchqueren zu Fuß den dichten Steineichenwald, der von großem ökologischem und spirituellem Wert ist. Schon zur Römerzeit wurde dieser Ort geschützt und das Abholzen des Waldes genau geregelt, sowie Strafen verhängt, für diejenigen, die sich nicht daranhielten. Der Wald von Monteluco ist Heimat von Füchsen, Stachelschweinen, Dachsen, Igel, Hasen, Siebenschläfer und Wildschweinen, sowie verschiedene Vogelarten, die typisch für italienische Wälder sind: Finken, Rotkehlchen, Amseln, Grasmücken und Spechte. Auch Raubvögel wie Bussarde können hier gesichtet werden. Hoch oben auf einer Hochebene, mit großartigen Ausblicken hinüber zum Apennin, befinden sich mehrere kleine, in den Fels gehauene Zufluchtsorte, die einst von Heiligen und Einsiedler*innen bewohnt wurden, die hier in Einsamkeit und Gebet lebten, und dazu beitrugen, den franziskanischen Geist und die Verehrung des Einsiedlerlebens in der Region zu verbreiten. Hier an den Hängen des Monte Fionchi (1340 m ü.d.M.) und umgeben von den sanften Gipfeln Umbriens, liegt aber auch ein uriger Bauernhof mit eigenem Trüffelwald. Nach einer kleinen Kaffeepause erwartet uns das Abenteuer: Gemeinsam mit Pietro, dem freundlichen Bauern, und seinen fleißigen Trüffelhunden geht es auf eine spannende Trüffelsuche! Wir lernen, dass sich hinter der simplen Geste des Sammelns in Wirklichkeit eine sehr intensive Tätigkeit verbirgt. Zunächst die Auswahl und Ausbildung der Trüffelhunde, Pietros unverzichtbare Helfer, die mit ihrem feinen Geruchssinn Trüffel aufspüren und ausgraben können. Dann die ständige Achtsamkeit während der täglichen Arbeit auf die Zeichen der Natur, die neue Trüffelplätze entdecken lässt. Und schließlich der Respekt und das Maß beim Sammeln, eine grundlegende Regel für den Schutz der Bestände. Gegen Mittag kehren wir hungrig zum Hof zurück. Dort werden wir mit einem leckeren, typisch umbrischen Essen im Kreise der Bauernfamilie verwöhnt und können dabei die lokalen Trüffel direkt verkosten. Ein wahrer Genuss! Auf dem Rückweg entdecken wir noch einige spannende Stellen des Heiligen Waldes und machen dann einen Stopp, um die beeindruckende „Ponte delle Torri“ zu bewundern. Diese an der Stelle eines römischen Aquädukts erbaute Brücke ist das meistfotografierte Motiv in Umbrien. Von der Fensteröffnung in der Mitte der Brücke aus, in etwa 80 Meter Höhe, bietet sich uns ein herrlicher Blick auf die herrliche Umgebung. Der Rest des Nachmittags steht zur freien Verfügung. Gemeinsames Abschiedsabendessen in Spoleto. (F, M, A)
GZ: ca. 3,5 h, 9 km, ↑↓ 300 Hm
11. Tag: Freizeit & Abreise mit dem Nachtzug
Nach dem Frühstück haben wir noch den Tag zur freien Verfügung, um uns langsam von Umbrien zu verabschieden. Wer für diesen Tag noch ein paar Tipps braucht, kann gerne den Reiseleiter am Vortag fragen. Am frühen Abend machen wir uns auf die Heimreise, fahren nach Florenz oder Rom (Fahrpläne stehen noch nicht fest) und steigen dort in den Nachtzug zurück nach München. (F)
12. Tag: Ankunft in München & Heimreise
Ankunft in München am Morgen und individuelle Heimreise.
Wetterbedingte oder durch sonstige, unvorhersehbare Ereignisse notwendige Programmumstellungen müssen wir uns vorbehalten!