© G. Oltsch
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© Nationalpark Kellerwald Edersee
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Eine Reise von Fahrtziel Natur

Herbst im Nationalpark Kellerwald-Edersee

Faszination Wildnis – Im Reich der urigen Buchen

Der einzige hessische Nationalpark schützt einen der letzten großen und naturnahen Rotbuchenwälder Mitteleuropas. Urige Naturwaldrelikte, über 1.000 reinste Quellen und naturnahe Bäche, Felsfluren und Blockschutthalten sind seine Schätze. Unter dem Motto „Natur Natur sein lassen“ entsteht hier Wildnis von morgen.

Ausgewählte Bereiche des Nationalparks Kellerwald-Edersee wurden als Erbe der Menschheit geadelt. Mit derzeit 78 Stätten in 41 Schutzgebieten in 12 europäischen Ländern zählen die „Alten Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“ zum größten seriellen, transnationalen UNESCO-Welterbe weltweit. Gemeinsam bilden die einzelnen Stätten den andauernden ökologischen Prozess sowie die außergewöhnliche biologische Vielfalt der europäischen Buchenwälder in den unterschiedlichen biogeografischen Regionen ab. Sommergrüne Laubwälder erstrecken sich fast ausschließlich auf die nördliche Erdhalbkugel. Die Rotbuche, Fagus sylvatica, kommt jedoch ausschließlich in Europa vor. Es ist weltweit ein einzigartiger Vorgang, dass die Rotbuche als einzelne Baumart im Zuge eines sogar noch andauernden, ökologischen Prozesses die Wald- und Ökosystembildung weiter Teile eines ganzen Kontinents bestimmt.

Der Nationalpark Kellerwald-Edersee weist die besten und ausgedehntesten bodensauren Buchenwälder des Mittelgebirges über Schiefer und Grauwacke auf. Seine Wälder zeichnen sich durch ihre Naturnähe und einen überdurchschnittlich hohen Altholzanteil mit Urwaldrelikten aus. 18 von 22 in Hessen vorkommenden Fledermausarten, sechs von zehn mitteleuropäischen Spechtarten, Urwaldzeiger wie der Pilz Ästiger Stachelbart, der Veilchenblaue Wurzelhalsschnellkäfer sowie die Pfingstnelke als Eiszeitrelikt belegen den Strukturreichtum dieser alten Wälder.

Der hessische Nationalpark Kellerwald-Edersee soll um ca. 1800 Hektar erweitert werden. Teilflächen des Nordufers am Edersee mit seinen Urwaldresten könnten bereits in der 2. Jahreshälfte 2020 zum Nationalpark gehören. Das Nordufer des Edersees mit einer Teilstrecke des Knorreichenstiegs wird sicher ein beeindruckendes Wandererlebnis werden. Hier auf der Kahlen Hardt mit jahrhundertalten Eichen, sehen wir Hangflächen, die noch nie bewirtschaftet wurden.

Von Schmittlotheim starten alle Wandertouren. Von hier können wir gleich loslaufen, oder Hin- und Rückfahrten werden mit dem ÖPNV organisiert.

Unterbringung: Landgasthof Elsebach – Pension am Nationalpark Kellerwald-Edersee. Das familiär geführte Haus bietet weitab vom Großstadtverkehr am Waldrand gelegen den idealen Ausgangspunkt für Wandertouren im schönen Nationalpark-Kellerwald-Edersee.

1. Tag (Fr, 18.09.20): Anreise nach Vöhl-Schmittlotheim

Individuelle Anreise bis 15:00 Uhr nach Vöhl – Schmittlotheim zu Ihrer Unterkunft, dem Landgasthof Elsebach. Gegen 16 Uhr Treffen mit dem Reiseleiter und Vorstellung des Programms für die nächsten Tage, anschließend Wanderung bis zur Weltnaturerbefläche.

Gemeinsames Abendessen im Landgasthof Elsebach.

2. Tag (Sa, 19.09.20): Zwischen Wasser und Wald

Heute fahren wir mit dem Bus nach Kleinern. Dieses Dorf, „Tor zum Nationalpark“, ist ein idealer Ausgangspunkt, um den Nationalpark zu erkunden. Wir wandern das Heimbachtal hoch zum Hochspeicherbecken – mit grandioser Aussicht über das Edertal. Unterwegs werden wir erstmal sehen, was einen Nationalpark ausmacht und können eventuell unterwegs einen sehr seltenen Pilz, den Mosaikschichtpilz, bewundern. Am Jürgen- und Eulenkopf vorbei wandern wir zurück nach Kleinern, streifen den sehenswerten Gemeindewald mit urwüchsigen Buchen und Eichen. Mit dem Bus geht es zurück nach Schmittlotheim.

Gemeinsames Abendessen in unserer Unterkunft.

GZ 6 h, 10 km, ↑↓ 530 Hm

3. Tag (So, 20.09.20): Zeitreise: von historischen Waldnutzungen bis zum heutigen Weltnaturerbe

Heute starten wir unseren Tag wieder mit einer Busfahrt nach Kleinern. Es ist der Tag, das UNESCO-Welterbe im Detail zu entdecken sowie sich auf kulturhistorische Spurensuche zu begeben. Was verbirgt sich hinter den sog. Trieschern oder Drieschern? Wie wurden die heutigen Wälder im Nationalpark früher genutzt? Und was ist das Besondere an den Buchenwäldern im Nationalpark, dass einige von ihnen sogar zum Erbe der Menschheit geadelt wurden? Wir wandern zur westlichen Ecke des Hochspeicherbeckens und kommen dabei an zwei Forschungsstationen vorbei. Auf der Strecke zum Tannendriesch erleben wir eine weitere Facette des Weltnaturerbes. Vom Tannendriesch führt uns ein uriger Pfad zur Locheiche, ein altes Naturwaldreservat, das heute ebenfalls zur Welterbefläche im Nationalpark gehört. Von Gellershausen geht es mit dem Bus zurück nach Schmittlotheim.

Gemeinsames Abendessen in unserer Unterkunft.

GZ 6 h, 12 km, ↑↓ 550 Hm

4. Tag (Mo, 21.09.20): Naturerlebnis in der Senkrechten - Der Knorreichenstieg in den NSG Hündelburg und Kahle Hardt

Fahrt nach Basdorf. Wir wandern durch das Naturschutzgebiet Kahle Hardt. Uns erwarten urige Baumgestalten, Blockhalden, seltene Flora und grandiose Ausblicke. Am Mittelhang des Knorreichenstiegs bieten sich sehr schöne Eindrücke auf den „Eichen-Urwald“, die ehrhundertjährigen Eichen gehören zu den ältesten Waldbeständen Mitteleuropas. Die Steilhänge am Nordufer des Edersees zählen zu den bedeutendsten Rückzuggebieten für die Käferfauna in Deutschland. Unter Vorbehalt können wir Spuren der Urwaldreliktart Eremit finden. Der Standort „Schöne Aussicht“ ist ein wunderschöner Rastplatz mit Blick auf den Edersee und den Kellerwald und den gegenüberliegenden Nationalpark.

5. Tag (Di, 22.09.20): Archeregion und Weltnaturerbe

Am Vormittag besuchen wir von Schmittlotheim aus die Archeregion Kellerwald. Die Archeregion ist Ausschnitt einer kleinbäuerlichen Kulturlandschaft des Kellerwalds. Wir lernen viele alte bodenständige Haustierrassen kennen und besuchen die Ausstellung der KellerwaldUhr: Die KellerwaldUhr fokussiert dabei auf die wechselvollen Beziehungen zwischen Mensch und Wald im Zeichen der Buche, nimmt mit auf eine Spurensuche in die Zeiten: Im Buchenwald liegt die Wiege unserer Kultur. Im Nationalpark setzen wir unsere kulturhistorische Spurensuche fort und wandern entlang Jahrhunderte alter Grenzen. Am Dreiherrenstein trafen z.B. die alten Territorien Hessen-Darmstadt, Hessen-Kassel und Waldeck aufeinander. Wir entdecken die noch heute sichtbaren Spuren der beiden Orkane „Vivian“ und „Wiebke“, die 1990 starke Fichten entwurzelten oder wie Streichhölzer umknicken ließen - und erleben hier die werdende Wildnis hautnah. Weiter geht es bis zum Welterbe im Ruhlauber. Dort stoßen wir auf eine alte Wolfsgrube und wandern anschließend zur Quernst-Kapelle. Auf dem urigen Quernst-Pfad kehren wir zum Ausgangspunkt zurück. Gemeinsames Abendessen in unserer Unterkunft.

GZ 6 h, 8 km, ↑↓ 560 Hm

6. Tag (Mi, 23.09.20): Knorrige Baumgestalten und Weltnaturerbe

Wir fahren heute mit dem ÖPNV zum NationalparkZentrum Kellerwald. Dort erwartet uns eine Führung durch das NationalparkZentrum Kellerwald – vom Ökosystem Buchenwald bis hin zu den Lebensräumen von Wildkatze, Luchs und Wolf und vielem mehr. Der krönende Abschluss ist der Kurzfilm im 4D-SinneKino, bei dem wir uns als Zuschauer auf einen faszinierenden Streifzug durch die werdende Wildnis begeben und diese aus ungewöhnlichen Perspektiven erleben werden. Anschließend erkunden wir echte Urwaldrelikte und zahlreiche weitere spannende Phänomene auf der Hagenstein-Route und tauchen auf der Ringelsberg-Route erneut in das Weltnaturerbe ein. Gemeinsames Abendessen in unserer Unterkunft.

GZ 6 h, 10,5 km, ↑↓ 430 Hm

7. Tag (Di, 24.09.20): Abreise

Nach dem Frühstück individuelle Abreise.



Wetterbedingte oder durch sonstige, unvorhersehbare Ereignisse notwendige Programmumstellungen müssen wir uns vorbehalten!

  • 6 x ÜN im DZ inkl. Halbpension
  • 5x Lunchpaket
  • Busfahrten und Wanderungen lt. Programm
  • Begleitung jeder Exkursion durch einen Natur- und Nationalpark-Führer bzw. eines Rangers
  • Eintritt und Führung im Nationalpark Zentrum Kellerwald
  • Qualifizierte BUND-Reiseleitung ab/bis Schmittlotheim
  • Reiseliteratur  (Norbert Paneks Buch ‚Urwald-Ängste‘)
  • „Nationalpark“ Magazin + Probeabo

Individuelle Anreise bis 15:00 Uhr nach Vöhl – Schmittlotheim zu Ihrer Unterkunft, dem Landgasthof Elsebach

Zielbahnhof: Vöhl-Schmittlotheim, vom Bahnhof sind es ca. 700 m zu Fuß zu Ihrer Unterkunft.

Günther Oltsch

Pädagoge und Mitarbeiter im Freundeskreis Nationalpark Steigerwald

Standardbild - Reiseleiter

Verschiedene Nationalparkranger

Reise Buchen

Reise-Datum 18.09.-24.09.20

Noch Plätze vorhanden
Verfügbarkeit Einzelzimmer
Verfügbarkeit Doppelzimmer

Gruppen-Größe

12 - 15 Personen

Preise

ab 840 Euro

Mehr Informationen >

Preise

Mitgliederpreis pro Pers. im Doppelzimmer 840 Euro
Normalpreis pro Pers. im Doppelzimmer 865 Euro
Einzelzimmerzuschlag 100 Euro
Reiserücktrittskosten-Vers. ohne Selbstbehalt
(kostenlos bei Buchung bis 29.02.20)
32 Euro

Schwierigkeit

Stufe

Mehr Informationen >

Stufe 2-3


  • ca. 4 - 6 Stunden Gehzeit
  • maximal 400 m - 800 m Höhenunterschied
  • Einwandern vor der Reise ist sinnvoll (Kondition)
  • Wanderschuhe und Wanderkleidung wird empfohlen

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