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Grünes Band in der Altmark

Natur und Geschichte per Rad erleben

Wo einst die innerdeutsche Grenze verlief, zieht sich heute ein einzigartiger Naturraum durch Deutschland: das Grüne Band.

In der Altmark ist das Grüne Band durch unterschiedlichste Lebensräume geprägt: Feuchtgebiete wie Moore, Orchideen-Wiesen, Bruchwälder und Auen warten ebenso darauf entdeckt zu werden wie Salzwiesen, Heidelandschaften und eine Binnendüne. In diesen einzigartigen Biotopen haben viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten, die in Deutschland selten geworden sind, eine Heimat gefunden: Kiebitz, Kranich, Fisch- und Seeadler, Braunkehlchen, Pirol, Ziegenmelker, Fischotter, Moorfrosch, Schlingnatter sowie zahlreiche Schmetterlings- und Libellenarten

Das Grüne Band ist nicht nur ein außergewöhnlicher Naturraum, sondern auch eine Erinnerungslandschaft. Mit dem Besuch von geschleiften Ortschaften und eines Grenzturmes können Sie auf dieser Reise in die jüngste deutsche Geschichte eintauchen.

Seit 1989 entwickelt der BUND das Grüne Band zum größten deutschen Biotopverbund weiter. Es ist heute Teil des Nationalen Naturerbes und in weiten Teilen Nationales Naturmonument. Es ist auch für die Auszeichnung zum UNESCO-Weltnaturerbe vorgeschlagen.

Anreise/Zielbahnhof: Bahnhöfe in Salzwedel, Wittenberge oder Seehausen, von dort mit dem öffentlichen Bus nach Arendsee (Haltestelle Bahnhofstraße oder Friedensstraße)

Unterkunft: Sie wohnen im Flair Hotel Deutsches Haus Arendsee in unmittelbarer Nähe zum Arendsee.  

Verpflegung: Halbpension im Hotel als 3-Gang-Menü. Mittags 2x als schmackhafter Imbiss (1x im Hause der SoLaWi Kallwitz und 1x bereitgestellt in Stresow). An weiteren zwei Tagen Selbstversorgung (nicht inkl.).

Hinweise: Die Kosten für die Busfahrkarten sind selbst zu begleichen, sollten sie kein Deutschlandticket besitzen. Der Fahrradtransport im Bus ist kostenlos. Die Touren führen durch meist flaches Gelände auf befestigten Wegen.

Mitzubringen: Fahrradhelm, Trinkflasche, Brotbehälter für Verpflegung unterwegs, Fernglas, feste Schuhe (für Arbeitseinsatz), wetterfeste Kleidung

Sie wohnen im Flair Hotel Deutsches Haus Arendsee in unmittelbarer Nähe zum Arendsee. 

1. Tag: Anreise

Individuelle Anreise. Begrüßung um 18:30 im Hotel und gemeinsames Abendessen.

Nach dem Abendessen: Vortrag zum Grünen Band von Dieter Leupold, Leiter der BUND-Koordinierungsstelle Grünes Band in Salzwedel. Ausblick auf die Radreisewoche.

2. Tag: Wüstung Jahrsau und weite Wiesenlandschaften

Am Morgen leihen wir uns zunächst die Fahrräder aus. Unsere erste (Rund-)tour startet direkt in Arendsee und führt über weite Wiesen zur Wüstung Jahrsau. Aufgrund der Nähe zur innerdeutschen Grenze war die Bevölkerung von Zwangsumsiedlung betroffen. Später wurde das verlassene Dorf geschleift. Auf einem Rundweg können Sie die Ruinen des Dorfes erkunden und erleben, wie sich die Natur diesen Raum zurückerobert. Auf den angrenzenden Wiesen fühlt sich das Braunkehlchen heimisch – es gilt als der Charaktervogel des Grünen Bandes und ist bundesweit bedroht. Mittags kehren wir bei der Solidarischen Landwirtschaft Kaulitz zu einem Imbiss ein. (F, M, A)

Fahrradstrecke: 50 km

3. Tag: Von Moor- und Teichlandschaften zu Grenzerlebnissen

Der Bus bringt uns und unsere Fahrräder nach Salzwedel. Von dort radeln wir zunächst zum Cheiner Torfmoor und zu den Brietzer Teichen. An beiden Orten können wir die Blüte des Breitblättrigen Knabenkrauts – eine seltene Orchideenart – bewundern. An den Brietzer Teichen lassen sich außerdem aus dem zweistöckigen Besucherturm die zahlreichen Wat- und Wasservögel beobachten, allen voran der Kiebitz. Danach geht es weiter über die Kusebruchwiesen nach Hoyersburg, wo wir bei einem Mittagsimbiss im Garten des Café Kuckucks eine Pause einlegen. Frisch gestärkt spüren wir mit einer Besichtigung eines Grenzturms der jüngeren deutschen Geschichte nach und erfahren noch etwas über die seltenen Salzwiesen im Binnenland. Dann sind es nur noch ein paar Kilometer bis nach Salzwedel. Die Rückfahrt von Salzwedel nach Arendsee erfolgt mit dem Bus. (F, A)

Fahrradstrecke: 30 km

4. Tag: Rund um Arendsee – Freizeit am Nachmittag

Heute lassen wir es entspannt angehen und lernen die Umgebung kennen. Mit dem Rad umrunden wir den Arendsee und halten vielleicht einen Schnack mit dem ansässigen Fischer. Zurück im Ort führt Reiseleiter Mathias Bölke durch die Klosteranlage Arendsee und zur Wirkungsstätte des LebensreformersGustav Nagel (1874–1952). Mittags Selbstversorgung. Der Nachmittag ist zur freien Verfügung. (F, A)

Fahrradstrecke: 13 km

5. Tag: Praktischer Naturschutz am ehemaligen Grenzstreifen

An der Wirler Spitze hat die Grenzsicherung zu DDR-Zeiten ein besonderes Biotop geschaffen. Der dichte Kiefernwald wurde freigeschlagen und so entstand eine der in Deutschland seltenen Offenlandschaften. Auf einer Binnendüne haben in der Heide- und Trockenrasenfläche zahlreiche seltene Arten wie Ameisenlöwe, Schlingnattern, Ziegenmelker und neuerdings auch der Eisenfarbene Samtfalter ein Refugium gefunden. Das Wolfskompetenzzentrum Iden informiert bei einer Führung über den Wolf.

Bei einem kurzen Arbeitseinsatz von rund zwei Stunden helfen wir, junge Kiefern zu zupfen, um die Offenlandschaft frei zu halten. Einzelne andere Baumarten schützen wir allerdings vor Verbiss.

Arbeitsmaterialien und Arbeitshandschuhe werden gestellt. Mittags Selbstversorgung. (F, A)

Fahrradstrecke: 16 km

6. Tag: Auwald-Juwel und geschleifter Ort Stresow

Mit den Fahrrädern machen wir uns auf dem Weg zur Hohen Garbe an der Elbe. Die Halbinsel hat der BUND renaturiert, so dass sich die Auenlandschaft natürlich entwickeln konnte. Heute finden dort bedrohte Fledermausarten, Schwarzstörche, Mittelspechte, Seeadler, Fischotter und Biber wieder eine ideale Lebensgrundlage. Der Ort Stresow lag zu DDR-Zeiten im Grenzsperrgebiet. Heute befindet sich dort eine Gedenkstätte mit nachgebauten Grenzanlagen wie Zäunen, Bunkern und Kolon-nenwegen. Mittags versorgt uns die Solidarische Landwirtschaft Kaulitz mit einem Imbiss. Später Rückgabe der Fahrräder. (F, M, A)
Fahrradstrecke:48 km

7. Tag: Abreise

Verabschiedung nach dem Frühstück.



Wetterbedingte oder durch sonstige, unvorhersehbare Ereignisse notwendige Programmumstellungen müssen wir uns vorbehalten!

  • 6x Übernachtungen im DZ
  • 6x Halbpension (3-Gang-Menü)
  • Leihfahrräder für 5 Tage
  • Alle Touren, Besichtigungen und Eintritte laut Programm (Busfahrkarten nicht inkl.)
  • Qualifizierte Reiseleitung ab/bis Arendsee
  • Infomaterial zum Grünen Band
  • Reiseliteratur (Trescher-Verlag: Grünes Band „Der Norden“)
  • „Nationalpark-Magazin“ + Antrag für ein ermäßigtes Probeabo

Anreise/Zielbahnhof: Bahnhöfe in Salzwedel, Wittenberge oder Seehausen, von dort mit dem öffentlichen Bus nach Arendsee (Haltestelle Bahnhofstraße oder Friedensstraße)

Dieter Leupold

Der Biologe hat das BUND-Projekt Grünes Band in die Region geholt und leitet seit mehr als 20 Jahren die Naturschutzarbeiten des BUND in der Altmark. Er war auch verantwortlich für Renaturierungsprojekte an der Hohen Garbe (Elbe). Er ist stellvertretender Landesvorsitzender des BUND Sachsen-Anhalt e.V.

Mathias Bölke

Der zertifizierte ADFC-Tourenguide ist noch zu DDR-Zeiten geboren und hat seine Ferien oft im Raum Arendsee verbracht. Seit einigen Jahren lebt er dort.

Reise Buchendrucken

Reise-Datum 23.05.-29.05.27

Noch Plätze vorhanden
Verfügbarkeit Einzelzimmer
Verfügbarkeit Doppelzimmer

Gruppen-Größe

8 - 15 Personen

Preise

ab 1295 Euro

Mehr Informationen >

Preise

Mitgliederpreis pro Pers. im Doppelzimmer 1295 Euro
Normalpreis pro Pers. im Doppelzimmer 1345 Euro
Einzelzimmerzuschlag 325 Euro
3% Frühbucherrabatt auf den Grundpreis im DZ oder EZ
(bei Buchung bis 31.01.2027)
0 Euro
Reiserücktrittskosten-Vers. ohne Selbstbehalt
(4,6% auf den Reisepreis), ab
60 Euro
Versicherungspaket inkl. Reiserücktritts-, Reiseabbruch-, Reisekranken- und Reisegepäckversicherung
(6,4% auf dem Reisepreis), ab
83 Euro

Schwierigkeit

Stufe

Mehr Informationen >

Stufe 2

Leichte bis mittlere Exkursionen/Wanderungen
  • ca. 4 Stunden Gehzeit
  • maximal 400 m Höhenunterschied
  • leichte Wanderschuhe sind notwendig
  • Wanderkleidung wird empfohlen

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