© Archiv Torfhaus
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Eine Reise von Fahrtziel Natur

Eintauchen in die Bergwildnis des Nationalparks Harz

Natur intensiv erleben – anders als erwartet?

Der Nationalpark Harz ist einer der größten deutschen Waldnationalparke und der erste länderübergreifende Nationalpark Deutschlands. Er ist umgeben von einer traditionsreichen Kulturlandschaft, in der der Mensch vor mehr als 3.000 Jahren begonnen hat, Bergbau zu betreiben und die Schätze der Natur zu heben. Diese Zeit hat unübersehbare Spuren hinterlassen aber auch eine Naturlandschaft erhalten, die einzigartig ist.

Mitten in der vielfältigen Mittelgebirgslandschaft thront der 1.141 Meter hohe Brocken, der höchste Punkt des Nationalparks. Von diesem sagenumwobenen Berg blickt man auf die herb-romantischen Laub- und Nadelwäldern, steilen Bergzüge, Felsen, Klippen, Moore und Gebirgsbäche. Hier oben ist man jenseits der  natürlichen Waldgrenze, die sich  im Harz bereits auf 1.100 m Höhe befindet. Grund dafür sind die extremen Witterungsverhältnisse des Brockens mit klirrender Kälte, nebliger Nässe und tosendem Sturm.

Das extreme Klima prägt die Tier- und Pflanzenwelt. In den kargen Bergheiden, Felsen und Mooren des Harzes haben einzigartige Relikte der Eiszeit überdauert. Pflanzen und Tiere, die sonst nur in den kühlen Klimaregionen vorkommen, sind hier zuhause.

Während unserer Wanderungen durch den Nationalpark Harz entdecken wir die Fülle der Natur und die Spuren der historischen Nutzung und lernen die wieder in Erscheinung tretende  Wildnis um uns zu begreifen. Hier trifft ein einzigartiges Naturerbe auf das UNESCO-Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft.

Unterkunft: 3 Nächte lang genießen Sie Komfort in dem wunderschön gelegenen Berghotel Sankt Andreasberg mit herrlicher Sonnenterrasse. Alle Zi. mit Balkon, DU/WC, Alleinreisende wohnen in Doppel-Zi. zur Alleinnutzung (www.berghotel-sankt-andreasberg.de).

Dann wechseln Sie mitten in die Kernzone des Nationalparks Harz und wohnen 4 Nächte in einer urigen Hüttenunterkunft, die exklusiv zur Verfügung steht. Sie liegt nah am Wandereinstieg und unterstützt die Idee, jetzt tiefer in die Wildnis einzutauchen. Sie werden „Ihr Ding“ machen können und dabei auch gemeinschaftlich Kochen (das Essen wurde vorher schon eingekauft) und dafür die Feuerstelle draußen nutzen. Sollte das Wetter mal nicht mitspielen, kann auf die ausgestattete Küche ausgewichen werden. Es gibt 12 Zimmer (darunter Doppel-, 2-Bett,- und wenige Mehrbettzimmer, alle ggf. auch zur Alleinnutzung) und 6 Gemeinschaftsbäder (www.the-cabin.de).

Hinweis: Die meisten Wanderungen können in Absprache mit der Gruppe auch abgewandelt werden oder eine Teilstrecke kann per Bus zurückgelegt werden. Die Exkursionen dauern durch viele unterschiedliche Aktivitäten, Erläuterungen und Diskussionen deutlich länger als die reinen Gehzeiten.

1. Tag: Anreise / Willkommen

Individuelle Anreise und Einchecken im Hotel bis 16.00 Uhr. Begrüßung. Anschließend gemeinsamer Spaziergang über die typischen Oberharzer Bergwiesen. Gegen 18.00 h gemeinsames Abendessen. Im Anschluss Bildervortrag  zum Nationalpark Harz und Vorstellung des Programms. (A)

GZ 1 h, 4 km, ca. 110 m; ca. 110 m

2. Tag: Spuren des Bergbaus

Ein kurzer Spaziergang bringt uns in die Ortsmitte von Sankt Andreasberg. Dort besuchen wir im Besucherbergwerk Grube Samson die letzte in Betrieb befindliche Fahrkunst der Welt. Sie ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Oberharzer Wasserwirtschaft. Auch das Bergwerksmuseum ist einen Besuch wert. Mittags Einkehr möglich. Nachmittags erhalten wir im Nationalparkhaus Sankt Andreasberg Einblicke in die Landschaftsgeschichte. In der Multivisionsschau kann man auf einer Zeitreise die geologische Entstehung des Harzes nachvollziehen. Das hauseigene Café bietet verschiedene regionale Spezialitäten. Spätnachmittags zur freien Verfügung für eigene Spaziergänge oder Erkundungen. Abendessen im Hotel. (F, A)

GZ 1,25 h, 4 km, ca. 135 m; ca. 135 m

3. Tag: Oberharzer Wasserwirtschaft

Heute erwandern wir einen der schönsten Abschnitte der Oberharzer Wasserwirtschaft. Direkt vom Hotel aus folgen wir zunächst dem Rehberger Graben. Am Goetheplatz erklimmen wir die Hohe Klippe und erreichen über den Rehberg schließlich den Oderteich. Dieser war 170 Jahre lang die größte Talsperre der Welt. Die Rückwanderung erfolgt wieder entlang des Rehberger Grabens mit herrlichen Ausblicken in das Odertal. Wer schon müde ist, kann mit dem Bus zurückfahren. Eine Einkehr an diesem Tag ist erst am Ende der Tour möglich. Abendessen im Hotel. (F, LP, A)

Hin GZ 3 h, 9 km, ca. 180 m; ca. 125 m

Rück GZ 2,5, 8,5 km, ca. 80 m; ca. 45 m

4. Tag: Quartierwechsel und Ausflug

Mit öffentl. Bus um 09.47 h fahren wir nach Oderbrück im Oberharz. Ankunft um 10.13 h (Änderungen vorbeh.). Hier erwartet uns „The Cabin“, ein Selbstversorgerhaus mit komplett ausgestatteter Küche, Schwenkgrill, Feuerstelle und großem Außengelände. Nach einem kleinen Imbiss steht der Nachmittag und Abend zur freien Verfügung. Ein Ausflug mit dem ÖPNV nach Braunlage, in die Kaiserstadt und Welterbestadt Goslar mit seiner historischen Altstadt oder ins gemütlichere Bad Harzburg bietet sich an. Vielleicht möchten Sie ja einfach nur die frische Luft hier oben genießen und schon ein wenig die Umgebung allein erkunden. Ihr Guide unterbreitet Vorschläge und steht zur Verfügung. Man trifft sich wieder zur Vorbereitung des Abendessens. (F, Imbiss, A)

5. Tag: Eintauchen in die Wildnis am Achtermann

Heute laufen wir auf teils urigen und nicht immer einfachen Pfaden und erklimmen den vierthöchsten Berg des Harzes: den Achtermann. Hier erleben wir hautnah den Wandel der ehemaligen Forstkulturen und spüren die Kraft und den Lebenswillen der Natur. Insbesondere der Borkenkäfer und seine Rolle werden uns vielfach beschäftigen. Ist er Waldvernichter oder Waldgestalter?  Gleichzeitig werden wir aber auch  in uns hinein horchen: Bin ich noch Teil der Natur? Oder nur Gast? Wie fühlt sich Wildnis an? Mittels verschiedener Übungen weiten wir den Blick in die Natur und in uns hinein. Abendessen am Lagerfeuer, wo wir die vielen Eindrücke ausklingen lassen. (F, LP, A)

GZ 3 h, 8 km, ca. 220 m; ca. 220 m

6. Tag: Wildnis spüren

Auf dieser Tageswanderung rund um Oderbrück und Torfhaus vertiefen wir die Wildnis-Eindrücke des Vortages. „Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohlüberlegt leben, intensiv leben wollte ich“ – so beginnt eines der bekanntesten Zitate des berühmten Schriftstellers und Philosophen Henry David Thoreau, der zwei Jahre in einer Hütte in den amerikanischen Wäldern lebte. Auch wir wollen die spektakuläre Natur nutzen, um intensive Erfahrungen und Naturbegegnungen zu ermöglichen. Dabei wollen wir unsere Sinne schärfen, den Blick weiten und uns auf das Hier und Jetzt einlassen. Abendessen. (F, LP, A)

GZ 3,5 h, 12 km, ca. 160 m; ca. 160 m

7. Tag: Über den Wolken

Der letzte Tag hält im wahrsten Wortsinn den Höhepunkt unserer Wanderwoche bereit: es geht hinauf auf den Brocken, den höchsten Berg Norddeutschlands. Hier können wir unsere Kondition testen, die wir in den letzten Tagen aufgebaut haben. Wir durchstreifen verschiedene Vegetationsstufen bis hin zur Waldgrenze und kreuzen das Grüne Band, den längsten Biotopverbund Europas. Auf der Kuppe besteht die Möglichkeit zum Besuch des Brockenhauses und zur Einkehr, bevor wir den Rückweg nach Oderbrück antreten und die vielen Natur- und Wildniseindrücke der Woche am Lagerfeuer noch einmal Revue passieren lassen. Abendessen. (F, A)

GZ 4,5 h, 16 km, ca. 360 m; ca. 360 m

8. Tag: Abschied

Zum letzten Mal kommen wir nach dem Frühstück in kleiner Runde zusammen, bevor es Abschied nehmen heißt. Individuelle Abreise bis 11 Uhr. (F)



Wetterbedingte oder durch sonstige, unvorhersehbare Ereignisse notwendige Programmumstellungen müssen wir uns vorbehalten!

  • 3x ÜN im DZ mit Balkon
  • 4x ÜN in Doppel- oder  2-Bett-Zimmern in der Hüttenunterkunft „The Cabin“  
  • 7x Frühstück (davon 4x gemeinschaftlich zubereitet)
  • 4x Lunchpaket
  • 7x Abendessen (davon 4x gemeinschaftlich zubereitet)
  • Endreinigung in „The Cabin“, Bettwäsche, Handtücher
  • Alle Transfers, Besichtigungen und Wanderungen laut Programm
  • Qualifizierte Wanderreiseleitung durchgehend
  • Reiseliteratur inkl. Wanderkarte „Oberharz“
  • Magazin „Nationalpark“ Magazin +  Probeabo

Anreise bzw. Zielbahnhof: Sankt Andreasberg. Mit dem Zug nach Goslar oder Bad Harzburg. Weiter mit BUS 820 nach Sankt Andreasberg (Haltestelle „Schützenhaus“ o. „Clausthaler Str.“). Rückreise ab Haltestelle „Oderbrück“.

Sebastian Berbalk

(4. – 8. Tag); MA Historiker und Wildnisbildner

Hermann Martens

(1. – 4. Tag); Diplom-Biologe

Reise Buchen

Reise-Datum 07.07.-14.07.19

Noch Plätze vorhanden
Verfügbarkeit Einzelzimmer
Verfügbarkeit Doppelzimmer

Gruppen-Größe

10 - 15 Personen

Preise

ab 895 Euro

Mehr Informationen >

Preise

Mitgliederpreis pro Pers. im Doppelzimmer 895 Euro
Normalpreis pro Pers. im Doppelzimmer 920 Euro
Einzelzimmerzuschlag
(3x ÜN in Doppel- zur Alleinnutzung, 4x ÜN in Zimmern zur Alleinnutzung)
40 Euro
Reiserücktrittskosten-Vers. ohne Selbstbehalt
(bei Buchung bis 28.02.19 kostenfrei)
33 Euro

Schwierigkeit

Stufe

Mehr Informationen >

Stufe 3

Mittlere Exkursionen / Wanderungen
  • ca. 6 Stunden Gehzeit
  • maximal 800 m Höhenunterschied
  • Einwandern vor der Reise ist sinnvoll (Kondition)
  • feste Wanderschuhe und Wanderkleidung sind notwendig

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