Der Regionalpark Po-Delta - Naturidyll zwischen Lagunen und Libellen
Im Nordosten Italiens, wo der Po in die Adria mündet, hat sich in den letzten Jahrtausenden ein faszinierendes Mosaik aus Land und Wasser geformt: das Po-Delta. Der Parco del Delta del Po ist durch besondere ökologische Merkmale gekennzeichnet und einzig in seiner Art. Das Mündungsgebiet ist ein verzweigtes Netzwerk aus Flüssen, Lagunen und Feuchtgebieten und bekannt für seine wechselnden Lichtstimmungen, die eine magische Atmosphäre erzeugen. Insgesamt bedeckt der Regionalpark eine Oberfläche von über 66.000 ha in einem an Biodiversität besonders reichen Gebiet. Obwohl das Podelta in einem der wirtschaftlich höchstentwickelten und dicht bewohntesten Gebiete Italiens liegt, stellt es zugleich das größte geschützte Feuchtgebietssystem des Landes dar und verzaubert mit seiner unberührten Natur.
Der Naturpark des Podeltas ist ein komplexes Schutzgebiet, da es Land, Küste und Fluss gleichzeitig schützt. Das Element, das den Park am besten charakterisiert, ist das Wasser. Aber nicht nur über Wasserwege kann man den Park erreichen. Das wechselhafte Verhältnis zwischen Land und Wasser und das zerbrechliche Gleichgewicht im Podelta haben eine abwechslungsreiche Landschaft mit Pinienwäldern, Auwäldern und Feuchtgebieten mit Süß- oder Salzwasser gebildet. Die Biodiversität des Deltas ist einzigartig. In dieser Wasserwelt fühlen sich unzählige Tier- und Pflanzenarten wohl. Insbesondere Vögeln - es gibt hier über 280 Vogelarten - wie zum Beispiel Flamingos und Reihern dient das Delta als wertvolles Rast- und Überwinterungsgebiet.
© G. HerrmannHotel Oasi Canneviè*** – Naturnaher Rückzugsort mit historischem Flair
Im Herzen des faszinierenden Po-Deltas gelegen, empfängt der Ferienbauernhof Oasi Canneviè seine Gäste inmitten der wunderschönen Natur der „Oase von Canneviè“, einem Ort von zeitloser Schönheit. Inmitten dieser idyllischen Landschaft bietet das Anwesen, ehemals ein Haus der Fischer, die Möglichkeit, die Ruhe und das süße Leben in vollen Zügen zu genießen. Zum Hotel gehört ein Restaurant, das insbesondere traditionelle und regionale Gerichte anbietet, wechselnd je nach Saison.
Dank der privilegierten Lage eröffnet sich ein breites Spektrum an Erkundungsmöglichkeiten: Vom Naturerlebnis im Po-Delta-Park über nahegelegene Strände bis hin zu eindrucksvollen Kunst- und Kulturstätten.
Die Zimmer
Das Hotel Oasi Cannevié verfügt über 17 Zimmer, die alle sorgfältig restauriert wurden und sich alle voneinander unterscheiden: einzigartige, geräumige und funktionelle Räume, die die Gäste zu einem komfortablen Urlaub einladen. Alle Zimmer sind mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail eingerichtet, haben ein privates Badezimmer mit Dusche, Haartrockner, Telefon, Fernseher und Klimaanlage.
Sie werden in einem der Zimmer untergebracht, die sich im ehemaligen Wohngebäude, in den alten Lagerhallen oder im ehemaligen Fischerhaus befinden.
Die Küche
Das reichhaltige Frühstücksbuffet zeichnet sich durch die Verwendung hochwertiger Zutaten, kreative Zubereitung und eine ansprechende Präsentation der Speisen aus. Gästen wird eine abwechslungsreiche Auswahl geboten – von Weiß-, Vollkorn- und Getreidebrot über fein abgestimmte Wurstwaren, hausgemachte Konfitüren und frische Croissants bis hin zu Eierspeisen und saisonalem Obst. Im Rahmen des 2-Gangmenüs der Halbpension gibt es als ersten Gang (z.B. Pasta, Suppe oder Reis) und als zweiten Gang (Fisch oder Fleisch) mit einer Beilage. Sämtliche Speisen werden mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail zubereitet.
© Arbaspaa
© G. Herrmann
© Arbaspaa1. Tag: Anreise
Treffen der Reiseteilnehmer*innen am Hauptbahnhof in München gegen 9:00 Uhr. Die Gruppe reist in Eigenregie mit der Bahn. Abfahrt mit dem Zug um 9:33 Uhr über Bologna. Ankunft gegen 18:00 Uhr mit der Bahn in Ravenna.
Transfer mit dem privaten Bus von Ravenna Bahnhof zum Hotel. Check-in und Abendessen im Hotel.
2. Tag: Das südliche Podelta und Comacchio
Morgens Fahrt mit dem privaten Bus nach Porto Garibaldi. Von dort geht es zu Fuß nach Comacchio, circa 6-7 km Wanderstrecke. Bei einem Rundgang durch die charakteristische Lagunenstadt wird klar, warum diese auch „Klein-Venedig“ genannt wird: der malerische Ort ist von zahlreichen Kanälen durchzogen über die typische Ziegelsteinbrücken führen. Mittagessen zur freien Verfügung.
Am Nachmittag Bootsausflug: Hier können wir aus entspannter Perspektive das einzigartige, malerische Naturschauspiel mit seiner vielfaltigen Flora und Fauna hautnah erleben. Das Boot ist in den Lagunen von Comacchio das einzige Verkehrsmittel, um zu einem Ökosystem von spektakulärer Schönheit zu gelangen, in dem Flamingos und Aale ihren Lebensraum gefunden haben. Die Einwohner*innen dieser Gegend haben sich das instinktive Verhalten der Aale zu Nutze gemacht und schon vor vielen Jahrhunderten ein geniales Fangsystem entwickelt, das noch heute eingesetzt wird. Da der wilde Aal aus den Lagunen nur in einer kurzen Zeitspanne gefischt werden kann, wird er auf besondere Art konserviert und gelagert. Während der Bootsfahrt können Sie neben der Natur, auch die sogenannten “casoni”, antike Fischfangstationen, betrachten. Dauer der Bootsfahrt circa 1,5 h. Abendessen in einer traditionellen Fischerhütte, die typisch lokale Gerichte serviert.
Ca. 6-7 km Wanderstrecke
3. Tag: Das nördliche Po-Delta – Flusslandschaften in kontinuierlicher Veränderung
Heute besuchen wir das nördliche Po-Delta. Vormittags Besichtigung des Museums Ca Vendramin - eine wichtige Etappe für das Verständnis der heutigen Beschaffenheit des Podeltas und der menschlichen Eingriffe im Laufe der Jahrhunderte im Territorium. Auf einer panoramareichen Busfahrt rund um die Lagune von Scardovari sehen wir unter anderem riesige Muschelbänke. Kurzer Besuch des Sumpfgebietes Oasi Ca Mello. Danach bleibt Freizeit für das Mittagessen.
Am Nachmittag unternehmen wir eine Fahrt mit einem Ausflugsschiff im Po-Delta (ca. 2 Std). Mit einem besonderen Boot mit geringem Tiefgang geht es von Pila bis zur Landzunge Scano Boa. An dieser Stelle hat sich das Po-Delta am weitesten in das adriatische Meer vorgeschoben. Kurzer Aufenthalt an dem urwüchsigen Sandstrand, der nur über den Wasserweg erreichbar ist. Rückfahrt mit dem Boot nach Pila. Bei ungünstigen Wetter- oder Meereskonditionen wird alternativ die Fahrt mit dem größeren Ausflugsschiff auf dem Flussarm Po di Venezia bis zur Mündung bei Pila stattfinden. Abendessen im Hotel.
4. Tag: Abtei von Pomposa und das Fischerdorf Goro
Heute Morgen starten wir zu Fuß vom Hotel Hotel und wandern auf dem Damm des Po di Volano bis zur historisch bedeutenden Abtei von Pomposa, eine der ältesten Klosteranlagen Italiens, mit einem herrlichen Freskenzyklus. Hier ist ein selbstständiger Besuch der Abtei möglich (Eintritt ca. 5 €), bevor uns ein privater Bus abholt und nach Goro, einem charakteristischen Fischerort, bringt. Auf dem Weg dorthin durchqueren wir teilweise den Wald von Mesola, ein 1.058 Hektar großer mediterraner Küstenwald, der 1977 zum Naturreservat erklärt wurde. Bis auf einen kleinen Bereich ist er der Öffentlichkeit nicht zugänglich, sondern seiner natürlichen Evolution überlassen.
Nach dem Mittagessen fahren wir zurück zum Hotel, wo Ihnen der Rest des Tages zur freien Verfügung steht: zum Entspannen, Spazierengehen oder für eine kleine Radtour an den Strand. Im Hotel können Sie sich ein Fahrrad leihen - so sind die 4 km zum Strand schnell zurückgelegt. Abendessen im Hotel.
Ca. 7-8 km Wanderstrecke
5. Tag: Botanischer Garten und Radtour mit Ausblick
An diesem Vormittag erwartet uns ein wunderschöner Spaziergang durch den Botanischen Garten "Giardino Botanico Litoraneo del Veneto", in dem wir von der Lagune bis zu den Dünen und zum Strand wandern. Am südlichen Ende der Halbinsel Caleri, die das Meer von der Lagune Caleri trennt, erstreckt sich dieser Park über eine Fläche von 44 Hektar. Die Flora ist sehr artenreich, dazu zählen einige seltene endemische Arten wie die Tommasini-Flockenblume und der venetische Queller. In dieser nahezu unberührten Umgebung fühlen sich zahlreiche Tiere wohl: von der scheuen Nachtschwalbe und dem farbenfrohen Bienenfresser zur seltenen Knoblauchkröte und der europäischen Sumpfschildkröte.
Mittagessen zur freien Verfügung.
Nur wenige Kilometer südlich warten nun die Räder auf uns und gemeinsam unternehmen wir eine wunderschöne Panoramafahrt entlang der „Via delle Valli“, eine der schönsten Radrouten Europas. Immer schön flach, radeln wir auf dem Damm, der die Lagunen mit den charakteristischen "Wassergärten" von den Fischertälern trennt. Es geht also mitten durchs Wasser mit herrlichen Ausblicken auf die umgebende Landschaft. (Dauer der Radstrecke etwa 1 Stunde, aber mit Stops zum Fotografieren und für die Erklärungen der Führerin). Danach Rückfahrt ins Hotel und Abendessen im Hotel.
6. Tag: Ravenna und Abreise
Am Vormittag Transfer nach Ravenna und geführte Stadtbesichtigung (ca. 3 Stunden). Die ehemalige Hauptstadt des Weströmischen Reiches gehört zu den sehenswertesten Städten Italiens und zum UNESCO Weltkulturerbe. Die Stadt Ravenna ist bekannt für ihre riesigen Mosaikdekorationen, die schönen Altstadtfassaden und bedeutende Bauwerke aus dem frühen Mittelalter. Sie sehen die wichtigsten Baudenkmäler aus der gotischen und byzantinischen Zeit, u. a. die Basilika S. Vitale, das Mausoleum der Galla Placidia mit den großartigen Mosaiken und das Mausoleum des Ostgotenkönigs Theoderich.
Abends Rückfahrt über Bologna und von dort mit dem Nachtzug nach München.
7. Tag: Ankunft in München
Ankunft in München Hbf am Morgen und individuelle Heimreise.
Wetterbedingte oder durch sonstige, unvorhersehbare Ereignisse notwendige Programmumstellungen müssen wir uns vorbehalten!
Bahnfahrt ab/bis München Hbf
Treffen in München Hbf ca. eine halbe Stunde vor Abfahrt
Hinfahrt (27.09.26):
ab München Hbf 09:33 Uhr
an Bologna Centrale 16:08 Uhr
ab Bologna Centrale 17:05 Uhr
an Ravenna 18:17 Uhr
Rückfahrt (02./03.10.26):
ab Ravenna 19:43 Uhr
an Bologna Centrale 20:55 Uhr
ab Bologna Centrale 22:54 Uhr
an München Hbf 09:21 Uhr
Die Rückfahrt im Nachtzug ist standardmäßig im 4er-Liegewagen, ein 2er-Schlafwagen ist gegen Aufpreis möglich.
Die Fahrten erfolgen in der Gruppe, aber ohne Reisebegleitung. Die Zeitangaben sind unter Vorbehalt und können sich noch ändern (Stand 23.09.2025) .
Das sagen unsere Reisenden:
Es war eine wunderschöne, bestens organisierte Reise (nur ein kleiner Kritikpunkt). Besonders angesprochen hat mich die nachhaltige Ausrichtung mit dem hohen Wertschöpfungsgrad in der Region. (Teilnehmerin Reise September 2025)
Unsere Reiseleiterin war ganz großartig: sehr kompetent, engagiert, mit viel italienischem Elan. Unser Busfahrer war auch sehr gut. Er ist sicher und ruhig gefahren und hat uns aufgrund des Streiks rasch und sicher von Ravenna nach Modena gebracht. (Teilnehmerin Reise September 2025)
Besonders angesprochen hat mich das Reiseziel, eine doch in Deutschland wenig bekannte Region Italiens, der Programmmix aus Natur, Kultur und Landesgeschichte sowie mit hoher Priorität der Fokus auf ökologisch und sozialverträglichen Tourismus (ein Aspekt, der sich auch während der Reise bestätigt hat). Meine Erwartungen hinsichtlich "nachhaltigem Reisen" wurden voll und ganz erfüllt. (Teilnehmerin Reise September 2025)
Cinzia war als Reiseleiterin bestens organisiert, fachkundig, vorausschauend und mit großem Engagement und Liebe für ihre Italienische Heimat. Sie hat diese Reise mit geprägt und stark dazu beigetragen, dass es ein besonderes Erlebnis wurde. Herzlichen Dank auch an Lorenzo unseren Busfahrer, der uns souverän und sicher überall hingebracht hat. Ein besonderer Dank für seine Extra-Schicht am Freitag, mit der er unsere planmäßige Heimreise gesichert hat. Sehr beeindruckend war auch Almuth Schöps Führung in Ravenna, die wir leider vorzeitig abbrechen mussten. Die Mosaiken waren kein Programmpunkt in den ich große Erwartungen gesetzt hatte und wurden dann eines der Highlights. (Teilnehmerin Reise September 2025)
Mit den Boot durch die Lagunen und die Mündung der Po-Arme in die Adria ist sehr beeindruckend! auch die Besichtigung der ehemaligen Aafischerei bei Coromaggio. Eine sehr gute Mischung aus Natur und Kultur, auch in die Vergangenheit der Region! (Teilnehmerin Reise September 2022)
...hochzufrieden bin ich am Samstag von der Reise ins Po Delta zurückgekehrt. Alles war wunderbar: die liebenswürdige Führerin Sara, das wunderschöne Hotel, die Ausflüge, die Kunst.... (Teilnehmerin Reise September 2021)